Die Anschläge vom 7.Januar auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo

Die Religion des "Friedens"

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In wenigen Tagen, um genau zu sein am 07.01.2015 geschah der Barbarische und feige Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris. Wir erinnern uns an diese Tragöde, wo zwei maskierte Radikale Muslime, die sich später zu der Al-Qaida im Jemen bekannten, in die Redaktionsräume der Zeitschrift eindrangen und elf unschuldige Menschen ermordeten, sowie mehrere Menschen verletzten. Auf ihrer Flucht ermordeten diese einen weiteren Polizisten. Am 9. Januar verschanzten sie sich und wurden anschließend von Spezialeinheiten erschossen.

Am 8. Januar, genau einen Tag zuvor, wurde im Süden von Paris eine junge Polizistin von einem weiteren schwerbewaffneten Radikalem Muslimen erschossen. Dieser überfiel am Tag darauf, und zwar am 9. Januar, den Jüdischen Supermarkt Hyper Cacher für koschere Lebensmittel im Osten von Paris, dabei ermordete er vier weitere Menschen und nahm weitere Opfer als Geiseln. Der Täter bekannte sich, via Funktelefon, zum Islamischen Staat und erklärte, sein krankes Vorgehen stehe in Verbindung mit dem Anschlag auf Charlie Hebdo. Wenig Später wurde er bei der Erstürmung des Supermarktes durch die Spezialeinheiten erschossen.

Die Anteilnahme ist eine Beleidigung Mohammeds

Und so gedenkt auch der Türkische Oppositions Nachrichtendienst OdaTV, am 30.12.2018, an die Opfer die bei den Blutigen Dschihad Kreuzzügen, im namen Mohammeds, ihr Leben lassen mussten.

Screenshot: Die Titelseite von “Charlie Hebdo” – Ausgabe vom 12. Januar 2015
Quelle: AFP

Im selben Moment meldetet sich der Türkische Mufti, namens Ahmet Altıok, aus der südöstlichen Stadt Siirt. Seine Mahnung gilt dem Nachrichtensender OdaTV. Das vergehen, sie haben sich mit der Anteilnahme zum gedenken der vielen Opfer Paries, den Propheten Mohammed beleidigt. Der Mufti Ahmet Altıok ist ein sog. islamischer Gelehrter, der das islamische Recht, die Scharia, zu seinen perfiden Gunsten interpretiert und auslegt, und sich somit dazu qualifiziert, autoritative Rechtsmeinungen abzugeben, die besser als Fatwas bekannt sind.

“Charlie Hebdo beleidigte “unser Prophet” durch Blasphemische Kampagnen, aber damit sind sie nicht durchgekommen!”, sagte Altıok und fügte hinzu, dass OdaTV im selbigem Moment dasselbe tut, indem sie den Opfer Paris gedenken.

Screenshot – Charlie Hebdo

Die 2007 gegründete OdaTV war von Anfang an sehr regierungskritisch. Im Jahr 2011 wurden im Zuge, der Ergenekon-Ermittlungen, Mehrere OdaTV-Redakteure und -Mitarbeiter festgenommen. Im Anschluss wurden dann gegen die Nachrichtenseite bzw. deren Oppositionsführer und Inhaber mehrere Strafanzeigen gestellt.

“Sollte jemand durch diese feigen Terroristen bei OdaTV verletzt oder ermordet werden, so liegt die Verantwortung einzig und allein bei den Türkischen Behörden, Endorgans, den diese ermutigen den Terrorismus, durch schweigende Beobachtung und finanzielle Unterstützung!”, Sagte OdaTV-Nachrichtendirektor Barış Terkoğlu auf Twitter.

Titelbild: Von Valentina Calà – Je_suis_Charlie-24, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37740187