Die Mär der Sinkenden Städte

Lesezeit: 11 Minuten

Ein kurze Einleitung

Klimaziele sind reine politische Konstrukte, sie haben nichts mit der Realität oder der Umwelt zu tun. Seit Anbeginn der Messungen, seit also knapp 170-Jahren ist es nicht signifikant wärmer geworden. Wir liegen immer noch unter den sog. 14.8 C°- 15°C, im mittel, 2018 waren es 14,6 C°. Aber diese genannten Temperaturen haben keine nennenswerte Aussage, denn sie stehen zu nichts im Bezug. Man nimmt einen durchschnittlichen Wert und behauptet, übersteigt man diesen, gehe die Welt unter. Es gibt auch keinen 97% oder 99% Konsens unter den Wissenschaftlern. Denn Wissenschaft ist keine Kosens Politik, sondern immer nur der aktuelle Stand des Irrtums.

Gesagt sei eines, das Klima wandelt sich seit 4.5 Mrd. Jahren. Der Klimawandel machte erst das Leben, so wie wir es kennen, möglich. Und dank dessen haben wir heute Lebensmittel in Hülle und Fülle auf dem Tisch, können uns an grünen Wiesen satt sehen und uns an ihnen erfreuen. Darüber hinaus hat das Wachstum der Wälder, weltweit zugenommen. Es gibt keine Erwärmung in Verbindung mit dem giftigen, bösen, diabolischen CO2.

Gletscher schmelzen schon seit über 200 Jahren, der Meeresspiegel steigt und sinkt im Zuge der geoidal und- glazialen Rotation Eustasie. Auch Grönlands Gletscher haben seit 2016 wieder zu waschen begonnen. Die Fitji Insel befinden sich auf einem tektonischen Feuerring der sich mal hebt und auch wieder senkt.

Bewusst irreführenden Aussagen oder Suggestionen sollen „in uns“ einen panikartigen Reflex auslösen. D.h. eine Emotion, hervorgerufen durch Angst, transportiert durch immer wieder sich wiederholende Ausgangsmeldungen. Einige bsp. für diese sich ständige Suggestionen der Qualitätsmedien.

Die Meldung vom “derwesten“ ist so eine typische Vorgehensweise der Panikmache, man lese selbst: “Wetter in Deutschland: Experte macht erschreckende Winterprognose – „Es kommt noch dicker“ Wo ist die Katastrophe in dieser Meldung? Antwort: es wird ein milder Winter!

Süddeutsche.de vom 30. Oktober 2019 – Anstieg der Meere bedroht 300 Millionen Menschen – Anstieg infolge des Klimawandels

Richtigstellung: Die Ursache für das katastrophale Absinken des Landes ist das ständige abpumpen des Grundwassers in Form von illegal gegrabenen und nicht genehmigten Brunnenanlagen, für private Haushalte, industrielle Fabriken und landwirtschaftliche Betriebe, die das Ergebnis einer stetig wachsenden Bevölkerung und Wirtschaft sind! Das stetige Absinken von Küstenstädten und Inseln wie Pariahan auf den nördlichen Philippinen hat dazu geführt, dass das Brackwasser der Manila Bay ins Landesinnere fließt und Tausende verdrängt. Quelle: (hier) oder (hier). Die indonesische Insel Nordjakarta sackt jedes Jahr um bis zu 25 Zentimeter ab. Vier Millionen Menschen leben bereits bis zu vier Meter unter dem Meeresspiegel. Doch ließt man solche Nachrichten wie bei Zeit OnlineEine 30-Millionen-Stadt versinkt im Meer” , entsteht schnell der Eindruck, dass das die Folgen des Menschen gemachten Klimawandels sind. So beobachten Geologen weltweit das Phänomen der sog. Subsidenz – dabei senken sich ganze Landstriche langsam, aber stetig ab. Neben den tektonischen Faktoren machen Wissenschaftler und Geo-Ingenieure in dicht bewohnten Gebieten vor allem das Abpumpen von Grundwasser dafür verantwortlich.

Denn durch die Entnahme von Grundwasser verändern sich die Schluff- und Lehmschichten im Untergrund, d.h. sie verdichten sich, wodurch die darüber liegende Erdoberfläche absackt. Zu solchen Metropolen gehören u.a. Ho-Chi-Minh die Stadt versinkt durch ihren trägen Untergrund; Tokio hatte sich seit den 1960er-Jahren um vier Meter abgesenkt, Ursache dafür ist das Gewicht und das Abpumpen von Grundwasser; Dhaka-Bangladesch, die 17-Millionen-Metropole beginnt sich abzusenken; das Übergewicht Venedigs lässt die Lagunenstadt weiter absinken; in Shanghai haben die Behörden erkannt, dass die Grundwasserentnahme und Subsidenz in direktem Zusammenhang stehen.

Schuld ist also „hier“ nicht das Steigen des Meeresspiegels-, der ja seit ca. 20 – 21.000 Jahren stetig steigt, Jedoch in den letzten 8.000 Jahre eher als gering zu betrachten ist. Tatsächlich scheint es seit Beginn der Zivilisation keinen nennenswerten Anstieg mehr gegeben zu haben und der jüngste Anstieg in Höhe von etwa 17 – 20 cm ist eine weitere mikroskopische Interpretation von Daten, um die Angst vor dem Klimawandel zu potenzieren, -sondern die Entnahmen von Grundwasser und das Gewicht der Städte!

Sandraub-Landraub

Im Spiegel Heft Nr.: 40 vom 29.09.2014 – Die Strandräuber: Eine weitere Haupursachen untergehender Inseln ist der Sandraub, jener der die Küsten erodieren lässt. Was sich auf den Kapverdischen Inseln abspielt, wiederholt sich mittlerweile fast überall auf der Welt. Weil Sand so begehrt ist wie nie zuvor, verschwinden Strände in Kenia und Neuseeland ebenso wie auf Jamaika oder in Marokko, bei Palu und im Distrikt Donggala auf Sulawesi und auf den Malediven – worüber es auch einen TV-Bericht vom WDR bzw. arte gibt, hier ab Minute 38:34.

Oder die illegale Sandentnahme in Bangladesch für den Bau des Atomkraftwerkes oder an den Küstenorten sowie Flussmündungen Indiens, wo beinahe jede Nacht mit Pumpschiffen Sand aus dem Flussbetten gestohlen wird. Doch seit neuestem trägt auch hier die Schuld der angeblich Menschgemachte Klimawandel.

Welt.de schreibt dazu am 10.11.2015: Besonders bedroht sind bei den Großstädten demnach Hongkong, Kolkata, Jakarta, Shanghai, Mumbai, Buenos Aires, New York und Tokio. Am stärksten trifft der Klimawandel China, wo 145 Millionen Menschen in überflutungsbedrohten Regionen leben. Zwischen 11,6 und 22,4 Millionen Menschen müssten vor dem Wasser flüchten.

Hier noch ein schönes Beispiel, wie Menschen bewusst für dumm gehalten werden! Am 27.08.2019 kommt die verheerende-Katastrophen-Nachricht, dass Singapur die ersten Anzeichen der globalen Erhitzung spürt: [Man beachte bitte das Framing] Hitzewellen und Starkregen setzen den Bewohnern zu, der teils unter dem Meeresspiegel liegende Stadtstaat südlich von Malaysia bangt um seine Zukunft. Denn die Stadt drohe abzusaufen.

Richtigstellung: [spiegel.de vom 07.05.19]

Denn wo seit zehn Jahren das noble “Marina Bay Sands”-Resort in Singapur residiert, war einst nur Wasser! Wie an so vielen anderen Stellen des südostasiatischen Stadtstaats nämlich auch. Die wachsende Metropole Singapurs brauchte für die ebenfalls wachsende Bevölkerung immer mehr Raum. Und somit schuf man einen generationsübergreifenden Bauboom zur Landgewinnung. Binnen 200 Jahren hat Singapur so seine Fläche von 578 auf aktuell 719 Quadratkilometer vergrößert. Und die elementarste Zutat dabei war Sand. So hat die stetige Gier nach dem begehrten Baustoff dafür gesorgt, dass in den Nachbarstaaten wie Thailand oder Indonesien ganze Strände verschwanden. Das höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa in Dubai, wurde ausschließlich mit dem Sand aus Australien gebaut.

Spiegel.de

Ja ohne Sand vor der Hütte, kommt das Wasser schnell. Doch liest man die Nachrichten, bekommt einen anderen Eindruck (hier)

Es ist aber nicht nur der Sandraub, der Städte oder Ortschaften verschwinden lässt. Auch der Bau von Stauseen, Kraftwerken oder die natürlichen Kräfte der Natur habe ihren Anteil daran, so zB. die untergetauchte Stadt Shicheng in China, die unter dem Sees Qiandao befindet, die einst den Landkreisen Chun’an und Sui’an gehörten.

1957 beschloss die chinesische Regierung, in der Gegend ein Wasserkraftwerk zu errichten, um die Versorgung städtischer Zentren wie Shanghai und Hangzhóu zu ermöglichen. Oder die Kirche von San Romà de Sau, einer Stadt in der Gemeinde Vilanova de Sau in der Region Osona in Katalonien, der Anfang der sechziger Jahre anlässlich des Baus eines Stausees überflutet wurde. Nur allzu gerne werden solche Bilder von unterwasserstehenden-Gebäuden für ein Makabreres Spiel, namens “Menschengemachter Klimawandel“ missbraucht. Laut Hans von Storch (Uni Hamburg, KlimaCamp, Zentrum für Küstenforschung, GKS Forschungszentum) in einem Artikel von heise.de steigt der Meeresspiegel bei Nordrney “monoton” um 0,26mm (THW) bzw. 0,13mm (TNW) im Jahr. [Studie]

Der Autor “DerLinkshaender” schrieb

Bis also die flachste Insel, Norderney [5m (NN)], in der Nordsee verschwunden sein wird, wird es noch ca. 20.000 Jahre dauern und das klingt, wenn man es erst mal hochrechnet, irgendwie nicht mehr so spektakulär und hysterisch!

heise.de

Am 10.11.2017 lieferten der Staatspropaganda Sender ARD folgende Schreckensmeldung: [tagesschau.de] Auch das Dorf Narikoso auf der Fidschi-Insel Ono ist bedroht, mehrere Häuser mussten umgesetzt werden, weil der Meeresspiegel steigt! Auch Weather.com und fr.de legten prompt mit dieser Meldung nach!

Richtigstellung: Auf den Malediven, in Bangladesh und Südindien gibt es sehr klare zu beobachtende Fakten, welche während der letzten 40 bis 50 Jahre stabile Meeresspiegel-Bedingungen belegen (zur Studie). Gleiches wurde durch einsehbare Tidenmessungen in Tuvalu, Vanuatu und Kiribati im Pazifik gemessen.

Auf EIKE war dazu folgender Artikel zu lesen: Im März 2017 führte Prof. Dr. Nils-Axel Mörner mit seinem Team extensive Untersuchungen bzgl. des Meeresspiegels auf den Fidschi-Inseln durch. Dabei rekonstruierten sie die letzten 500-Jahre. mittels hoch präziser Nivellierung, Datierung von 17 Stichproben mittels des C14-Verfahrens und Aufzeichnung des Wachstums der Korallen hinsichtlich der dieses Wachstum bestimmenden Tiefe unter der Wasseroberfläche bei Niedrigwasser.

Es stellte sich heraus, dass der Meeresspiegel bei den Fidschi-Inseln während der letzten 200 Jahre praktisch stabil geblieben ist. Allerdings wurden zwei geringe Änderungen beobachtet. Der Meeresspiegel schien Anfang des 19. Jahrhunderts um etwa 30 cm höher gelegen zu haben. Kurz nach dem Jahr 1950 fiel der Meeresspiegel um etwa 10 cm, was zum Absterben vieler Korallen führte, die bis zu ihrem Minimum-Niveau von 40 cm unter der Wasseroberfläche gewachsen waren. Während der restlichen 50 bis 70 Jahre kann nachgewiesen werden, dass der Meeresspiegel absolut stabil war, belegt durch Korallen, welche an vielen verschiedenen Stellen beobachtet gezwungen waren, sich horizontal auszubreiten in so genannte Mikro-Atolle. Diese Dokumentation (siehe hier) der Stabilität des Meeresspiegels während der letzten 50 bis 70 Jahre ist von fundamentaler Bedeutung, weil damit das gesamte Gerede seitens des IPCC über einen rapide steigenden Meeresspiegel als Falschinformation und Fake News zu entlarven sind (Artikel)

Hinzu kommt noch ein weiterer Fakt, nämlich dass die Hafenanlagen auf der Fidschi-Hauptinsel Viti Levu kontinuierlich absingen, ursächlich sei die hohe last der dort verbauten Infrastruktur auf weichem Sediment. Das dumme dabei ist, es befinden sich genau dort die Pegelstationen, die den Meeresspiegel anzeigen. Das Resultat vom Absinken bedeutet im Umkehrschluss, höhere Meeresspiegel. Denn das Gerät unterscheidet nicht zwischen absinken und anstieg.

Zu dem mittlerweile berühmten Dorf Narikoso, siehe Bilder 1 & 2, das umgesiedelt werden muss, weil es zu nah am Wasser gebaut wurde, sei zu sagen, niemandem würde auf die Idee kommen an der Nordseeküste, direkt am Flutsaum sein Haus zu bauen, das wäre bei Sturmfluten lebensgefährlich. Und nicht anders verhält es sich bei dem Dorf Narikoso!

Bild 1
Sreenshot Google
Bild 2
Sreenshot Google

Es gibt allerdings einzelne kleine Dörfer auf den Fidschis, die direkt an der Wasserkante des Pazifiks ohne schützende Deiche entstanden sind. Die Bewohner werden mittlerweile in höhergelegene Regionen umgesiedelt, um sie vor Tsunami-Katastrophen zu schützen.

Dazu habe ich mir einige Bilder auf Google Eath Pro. angeschaut und das Ergebnis als Screenshot hier eingefügt. Man kann recht gut erkennen, was passiert wenn die Erde wieder bebt.

Sreenshot Google Erth – Dorf Narikoso
Sreenshot Google Erth – Dorf Narikoso
Sreenshot Google Erth – Dorf Narikoso

Hier ist wunderbar zu erkennen wie nahen das Dorf Narikosa am Wasser gebaut ist. Ich habe mit dem Lineal-Tool gemessen und komme auf 14,59 meter!

Sreenshot Google Erth – Das Dorf Tavila
Sreenshot Google Erth – Das Dorf Tavila

Und hier sind es nur 13 meter!

Venedig

Eine Schreckensmeldung vom Spiegel.de 19.11.2019.

“Der Wasserpegel der norditalienischen Stadt Venedig stieg zuvor innerhalb einer Woche dreimal auf mehr als 1,50 Meter. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1872 war das Wasser noch nie in so kurzer Zeit während einer Hochwassersaison so stark gestiegen. Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro sagte, er sei davon überzeugt, dass der Klimawandel für diese Hochwasser mitverantwortlich sei…[]

Venedig ist bekannt als “schwimmende Stadt” Dies liegt an der Tatsache, dass die Stadt aus 118 kleinen Inseln besteht, die durch zahlreiche Kanäle und Brücken miteinander verbunden sind. Die Gebäude Venedigs wurden auf Holzplattformen gebaut, die wiederum von Holzpfählen getragen werden.

Der geschätzte Anstieg des Meeresspiegels von 1930 bis 1970 betrug um 1,4 Millimeter pro Jahr, wären dessen sank Venedig mit einer Rate von 2,3 Millimetern pro Jahr, was größtenteils auf die Grundwassergewinnung zurückzuführen ist. Nachdem dieses Problem erkannt und behoben wurde, verlangsamte sich die Sinkrate von 2,3 auf nur noch 1 Millimeter pro Jahr. Darüber hinaus hat sich aufgrund von Veränderungen im Lagunenbecken die Gezeitenamplitude geändert, was 20% des Anstiegs extremer Meeresspiegelereignisse ausmacht. Dieser Gezeiteneffekt beruhte hauptsächlich auf einer Änderung der Zuflüsse durch die 3 Einlässe aufgrund des Ausbaggerns für den Schiffsverkehr und auf Änderungen aus dem MOSE-Projekt.

Für die Venezianer sind im Übrigen die alljährigen Überschwemmungen, seitdem Entstehen Venedigs im 5. Jahrhundert, ein ganz normales Phänomen [dazu im letzten Absatz mehr]. Diese Überschwemmungen werden im Allgemeinen durch ungewöhnlich hohe Gezeiten, die aufgrund starker Sahara Winde, Sturmfluten und schwerer Regenfälle im Landesinneren verursacht.

Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Die Lagune von Venedig liegt am nördlichsten Ende der Adria, die an der Ost- als auch an der Westgrenze von Bergen umgeben ist. Diese geographische Lage erzeugt einen sog. Trichter.

Die wie in jedem Herbst auffachend starken Sirocco-Winde, die in Extremfällen sogar Geschwindigkeiten eines tropischen Wirbelsturmes erreicht können, treiben heiße Luft aus Afrika in das Mittelmeergebiet, die wiederum das Wasser in den nördlichen „Trichter“ drückt. Das Endresultat dessen ist, dass sich das Meerwasser vor den 3 Sperren (modulo sperimentale elettromeccanico) ansammelt und somit in die flache Lagune Venedigs drückt, das führt dann zur alljährlichen Überflutung. Stärkere Winde wiederum, führen zu größeren Überschwemmungen. Und wenn die Winde stark genug sind, verhindern sie sogar, vorübergehend, dass das Meerwasser aus den Lagunen austritt, wodurch der Meeresspiegel noch höher steigt. Es ist aber noch ein weiterer Faktor zu berücksichtigen. Die Winde in der nördlichen Adria bewirken, dass der Meeresspiegel über das nördliche Einzugsgebiet der Adria von Ost nach West pendelt. Wenn der Meeresspiegel also in der Nähe von Triest sinkt, schwappt er häufig um die Lagune Venedigs herum. Dieser Anstieg ist dann wiederum mit einem Anstieg des Meeresspiegels in der Lagune verbunden. D.h. ein höherer Meeresspiegel in der Lagune, angetrieben durch eine Ozeanschwingung erzeugt höhere Meeresspiegelstöße. Und wenn diese Oszillation mit starken Sirocco-Winden zusammenfällt, erwartet das sinkende Venedig eine höhere Überschwemmung.

Aber angenommen der sog. menschengemachte Klimawandel würde tatsächlich eine bedeutende Rolle in Venedig spielen, dann müssten das unweigerliche Ergebnis dessen sein, dass sich die Überschwemmungen aus dem Jahr 2019 im Vergleich zu den „natürlicheren Überschwemmungen“ aus dem Jahre 1966 viel schlimmer ausfallen.

Doch, stimmt das?

Ein Vergleich der Überschwemmungen im Dogenpalast zeigt aber, dass die Überschwemmungen von Jahre 2019 weitaus geringfügig waren als jene von 1966. Offizielle Messungen ergaben nämlich, dass der Hochwasserpegel 2019 in der Lagune Venedigs einen Hochwasserstand i.H.v. 187 cm erreichte, womit der Rekord von 1966 von 194 cm nicht überboten wurde.

Das Argument, dass der menschengemachten Klimawandel den Untergang Venedig befeuere, ist haltlos, wenn man nämlich versteht, dass die Überschwemmung von 1966 bei Ebbe stattfand. Im Gegensatz, die Überschwemmung von 2019 bei einer extremen Flut stattfand. Dazu kommt noch, dass die Überschwemmung im November 1966 stattfand, als nämlich Venedig die kältesten Temperaturen (ca. 14 – 14,5°C) seit 1924 erlebte. Die aktuellen Temperaturen in Venedig liegen aktuell etwas unter den Stand von 1950er Jahren. Das passt auch wieder mit dem Scirocco Wind zusammen. Denn dieser entsteht durch die Druckdifferenz zwischen kühlen Tiefdruckgebieten in Südeuropa und der heißen Luft über der Sahara. Auch zentralmediterrane subtropische Zyklone und typische Genua-/Adriatiefs (V-Wetterlage) können den Aktionskern bilden. Je größer der Temperaturunterschied ist, desto stärker wird der Scirocco.

Wie ich eingangs schon erwähnt haben, gibt es noch weitere Einflüsse die dazu führen das Venedig der Natur nur wenig entgegenzuhalten hat. Doch schuld daran ist nicht Menschengemachte Klimawandel, sondern eher die durch den Menschen entstandenen Bebauung. Venedig veröffentlichte eine Studie [Ufficio Idrografico del Magistrato alle Acque, Venezia (1983). Il COMUNE MARINO a Venezia] aus der hervorgeht, dass die folgenden Menschengemachten Initiativen einen irreversiblen und katastrophalen Einfluss auf die Stadt haben könnten, nämlich der, in Zukunft der kommenden Hochwasser nicht mehr stand zuhalten:

  • der Bau der Eisenbahnbrücke (1841/1846), das Venedig mit dem Land verbindet, weil ihre Stützpfeiler die natürliche Bewegung des Lagunenwassers verändern;
  • die Umleitung des Flusses Brenta außerhalb des Chioggia-Beckens, der die 2,63 Hektar des Flussdeltas einst entwässerte, in dem es als sog. Ausdehnungsgefäße dienten und bei Flut zusätzliches Lagunenwasser aufnahm;
  • der Bau von vor der Küste aufgestauten Pfeilern (Porto di Malamocco , 1820/72; Porto di S. Nicolò , 884/97; Porto di Chioggia , 1911/33), die die natürliche Bewegung des Wassers offensichtlich einschränken;
  • der Bau der Ponte della Libertà (1931/33), das Venedig mit dem Land verbindet;
  • der Bau der Riva dei Sette Martiri (1936/41), eine Erweiterung der Riva degli Schiavoni ;
  • das Gebäude der künstlichen Insel Tronchetto als Auto- und Busterminal (17 Hektar, 1957/61):
  • die Verdoppelung der Eisenbahnbrücke (1977).

Die erste dokumentierte Beschreibung stammt von Giordani Soika, A. Supplemento al vol. XXVII. Die Chroniken beschreiben die Hochwasser in den Jahren 782, 840, 885 und 1102. Im Jahr 1110 zerstörte das Wasser nach einem heftigen Seesturm (oder möglicherweise einem Seebeben und dem anschließenden Tsunami) Metamauco (alter Name für Malamocco), Venedigs politisches Zentrum vollständig, bevor die Residenz des Dogen nach Rialto verlegt wurde.

Chronisten berichten auch, dass in dem Jahr(en) 1240, 1268, 1280, 1282 und besonders am 20. Dezember 1283 “das Wasser, dass die Straßen überflutete höher war als ein Mann”…. Am 10. November 1442 soll das Wasser viermal nacheinander angestiegen sein.

Also wie wir sehen, alles nichts neues!

Ich schließe das mit einem Zitat vom Gustave Le Bon ab: Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer. Denn der Erfolg einer Rede hängt fast ausschließlich vom Prestige des Redners, ganz und gar nicht aber von den Gründen, die er vorbringt, ab.

Quelle:

  • Titelbild: Symbolisch Pixabay

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