Earth Day 2019, Teil 2: Fünfzig Jahre apokalyptische Klimaerwärmungs-Vorhersagen, und warum die Leute daran glauben

Lesezeit: 6 Minuten

Von Dr. Peter Baggins, übersetzt von Lucifex. Das Original Fifty Years of Apocalyptic Global Warming Predictions and Why People Believe Them, Part 2  erschien am 21. April 2019 auf The Occidental Observer.

Zuvor erschienen: Teil 1

Wissenschaftler wissen seit einiger Zeit, daß ihre Vorhersagemodelle für die globale Erwärmung zunehmend im Widerspruch zu den Daten standen. In jüngerer Zeit haben sie begonnen, manche der fehlerhaften Annahmen in den für Prognosen (nicht Beobachtungen) für die globale Erwärmung verwendeten Modelle zu lokalisieren. Ein Beispiel für diese Art von Korrektur ist ein Artikel von 2018, der im angesehenen Journal Science veröffentlicht wurde.

Die Verfügbarkeit von Stickstoff ist ein zentraler Kontrollfaktor für das terrestrische Pflanzenwachstum und daher für den Kohlenstoffkreislauf und den globalen Klimawandel. Es ist weithin angenommen worden, daß die Atmosphäre die Hauptquelle des terrestrischen Stickstoffeintrags ist. Überraschenderweise zeigen Houlton et al. nun, daß das Grundgestein über große Abschnitte der terrestrischen Umwelt eine genauso große Stickstoffquelle ist.

Klimawissenschaftler haben lange gewußt, daß Pflanzen manche der Effekte des Klimawandels ausgleichen, indem sie CO2 absorbieren und speichern. Aber sie nahmen an, daß die Fähigkeit von Pflanzen zur Ausführung dieser Funktion begrenzt sei, weil die Verfügbarkeit von Stickstoff in der Atmosphäre begrenzt war. Wie eine früher im Jahr 2003 in Science veröffentlichte Studie feststellte, „wird nicht genug Stickstoff verfügbar sein, um die Szenarien der hohen Kohlenstoffaufnahme aufrechtzuerhalten.“

Aber diese Vorstellung, daß die einzige Stickstoffquelle für das Pflanzenleben aus der Luft kam, ist in einem neueren Artikel widerlegt worden, ebenfalls in Science. Nun wissen wir, daß es riesige Stickstoffspeicher im Grundgestein des Planeten gibt, von denen Pflanzen sich ebenfalls ernähren können. Im Lichte dieser Befunde sagte Ronald Amundson, ein Bodenbiochemiker an der University of California in Berkeley, zu Chemical and Engineering News: „Wenn es mehr Stickstoff als erwartet gibt, dann sind die Einschränkungen für Pflanzenwachstum in einer Welt mit viel CO2 vielleicht nicht so groß, wie wir denken.“

Mit mehr verfügbarem Stickstoff könnte das Pflanzenleben in der Lage sein, mehr CO2 zu absorbieren, als Klimawissenschaftler geschätzt haben. Dies „hat das Potential, alle Prognosen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu ändern“, denn es könnte mehr Kohlenstoff an Land gespeichert werden und weniger in der Atmosphäre, als die Modelle annehmen.

Für interessierte Leser enthüllt eine Reihe von Artikeln über dieses Thema andere Beweise für Schwächen in Klimamodellen, die für die Vorhersage einer zukünftigen Erwärmung verwendet werden. Diese Modelle sagten eine jahrzehntelange Pause bei den globalen Temperaturen nicht vorher. Genausowenig sind verschiedene Kalamitäten eingetreten, die inzwischen hätten stattfinden sollen. Und ein neuer Artikel, der in einem anderen angesehenen wissenschaftlichen Journal, Nature, veröffentlicht wurde, ist ebenfalls zu dem Schluß gekommen, daß der Planet weniger empfindlich gegenüber CO2-Zunahmen ist, als die Computermodelle annehmen.

Natürlich fällt der Himmel herunter, aber vielleicht nicht so schnell, wie es von den linken Medien vorhergesagt wird. Man hüte sich vor eigennützigen sozialistischen Prognosen, die auf überholten Computerprogrammen beruhen, oder manchmal einfach auf gar nichts. Die notorische AOC und ihresgleichen können beim gegenwärtigen Zustand des amerikanischen Journalismus mit einem beispiellosen Ausmaß an Ignoranz durchkommen, solange die Fehler in die linke Richtung gehen. Aber jeder neugierige Bürger kann darauf zurückschauen, wovon frühere „Experten“ behaupteten, daß es angeblich im Laufe des vergangenen halben Jahrhunderts stattfinden werde, und sich bestätigen, wie irrig und übertrieben ihre Behauptungen die ganze Zeit gewesen sind.

Vor über dreizehn Jahren erklärte Al Gore, die Erde sei in einem „wahren planetarischen Notstand“, und es sei nur noch ein Jahrzehnt übrig, um den Planeten vor der globalen Erwärmung zu retten. Der ehemalige Vizepräsident sagte: „Sofern nicht innerhalb der nächsten 10 Jahre drastische Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgase ergriffen werden, wird die Welt einen Punkt erreichen, von dem es kein Zurück gibt.“

Zu Gores Film Inconvenient Truth [„Eine unbequeme Wahrheit“] stellte ein britischer Richter fest, daß er neun Fehler enthält. Der Richter sagte, er könne Schülern nicht gezeigt werden, sofern er nicht eine Anmerkung enthielte, die auf die Fehler hinweist. Hier sind neun von Al Gores Schuldgefühl und Furcht hervorrufende Vorhersagen, die nie eingetreten sind:

  1. Der steigende Meeresspiegel bedroht Küstenstädte und Inseln
  2. Zunahme von Tornados
  3. Neue Eiszeit in Europa
  4. Die südliche Sahara trocknet aus
  5. Massive Überschwemmungen in China und Indien
  6. Drastischer Verlust von arktischem Eis
  7. Aussterben der Eisbären
  8. Dramatischer Anstieg der globalen Temperatur wegen CO2
  9. Katrina als Vorbote einer zukünftigen Zunahme von Hurrikanen

Gores Punkt, „von dem es kein Zurück gibt“, war damals im Jahr 2016. Natürlich hat sein Film einen Oscar gewonnen, und der Held von Hollywood wurde zum ersten „Kohlendioxid-Milliardär“. In nur 7 Jahren zwischen 2000 und 2007 schossen Gores Vermögenswerte auf das Fünfzigfache, von geschätzten 780.000 bis 1,9 Millionen Dollar auf „weit über“ 100 Millionen Dollar. Neben seinem Filmhit benutzte Gore sein Klimapanik-Lobbying, um die Regierung dazu zu überreden, in Wirtschaftssektoren zu investieren, wo er darauf vorbereitet war, davon zu profitieren. Bis 2008 steckte Gore 300 Millionen Dollar in eine Kampagne zur Förderung von Klimaängsten, während er Lösungen für die Verringerung des Kohlendioxids anbot, die den Firmen nützten, in die er investiert hatte. Als die mit ihm sympathisierende Obama-Regierung eine Lösung in Richtung „erneuerbare Energie“ für die Wirtschaft einführte, hatten vierzehn der Technikfirmen, in die Gore investiert hatte, über 2,5 Milliarden Dollar an Krediten, Zuschüssen und Steuervergünstigungen bekommen.

Die Demokratische Partei zählt darauf, daß die Öffentlichkeit jede düstere Warnung vergißt, die sie über das Ende der Welt in zehn Jahren äußert. Dann macht sie zehn Jahre später dieselben Vorhersagen. Und das Schockierende ist, daß die Öffentlichkeit es irgendwie tatsächlich vergißt, oder zumindest Demokraten-Wähler tun es. Da jede neue Generation amerikanischer Schulkinder dazu indoktriniert wird, diese Weltuntergangsvorhersagen zu glauben, marschieren sie, um gegen die „Untätigkeit in Sachen Klima“ zu protestieren, und machen sich auf, um den Planeten zu retten.

Die unbequeme Wahrheit für Gore, Obama und die gegenwärtigen Präsidentschaftsanwärter der Demokraten ist, daß es keinen planetaren Notstand gibt. Nicht eine ihrer düsteren Vorhersagen ist eingetreten. Warum glauben sie und ihre Vielzahl von Anhängern angesichts von 50 Jahren der Widerlegung immer noch an ihre Weltuntergangsprophezeiungen? Es stellt sich heraus, daß Psychologen eine schlüssige Erklärung haben.

In den 1950ern wurde der Psychologe Leon Festinger von einer Nachrichtenmeldung über einen Weltuntergangskult fasziniert, der von Dorothy Martin angeführt wurde, einer vorstädtischen Hausfrau, die behauptete, sie hätte Botschaften über die unmittelbar bevorstehende Überflutung der Erde erhalten. Festinger entwickelte bereits seine Theorie der kognitiven Dissonanz und erkannte die Situation als einzigartiges Labor für das Studium dessen, was geschehen würde, wenn eine tiefe Überzeugung widerlegt wurde. Er sah dies als einen Fall, der zur Erregung von Dissonanz führen würde, wenn die Prophezeiung unvermeidlich versagte. Er dachte, daß die Änderung oder Verleugnung der ursprünglichen Überzeugung sehr schwierig sein würde, da Martin und ihre Gruppe erbittert daran hingen. Für eine exzellente Anwendung der Theorie der kognitiven Dissonanz auf die liberale Geisteshaltung siehe hier.

So begann eine einzigartige Beobachtungsstudie dieses kleinen apokalyptischen Kultes, die die Grundlage für eine der einflußreichsten psychologischen Theorien in der Geschichte dieses Forschungsfeldes schuf. Martin behauptete, Botschaften von „den Wächtern“ erhalten zu haben, einer Gruppe überlegener Wesen von einem anderen Planeten, die sagten, eine Flut würde die Welt am 21. Dezember 1954 zerstören. Drei Psychologen und mehrere weitere Assistenten traten dem Kult bei und beobachteten die Vorgänge aus erster Hand, Monate vor und nach der vorhergesagten Apokalypse. Viele der Gruppenmitglieder kündigten ihre Jobs und veräußerten ihre Besitztümer in Vorbereitung auf die Apokalypse. Als der Tag des Weltuntergangs kam und vorüberging, behauptete Martin, daß die Welt wegen der „Kraft des Guten und des Lichtes“ verschont worden sei, den die Gruppenmitglieder in der ganzen Welt verbreitet hätten. Statt ihre diskreditierten Überzeugungen aufzugeben, hielten die Gruppenmitglieder noch stärker an ihnen fest und begannen eifrig zu missionieren.

Festinger hatte genau diese Reaktion vorhergesagt. Er argumentierte, daß das Missionieren einen Weg für sie bot, mehr gesellschaftliche Unterstützung zu gewinnen und somit die Dissonanz der Widerlegung zu verringern. Wie Festinger schrieb: „Wenn immer mehr Leute überredet werden können, daß das Glaubenssystem richtig ist, dann muß es klarerweise doch richtig sein.“ Wie er in seinem klassischen Buch über den Fall, When Prophecy Fails, schrieb, blieb das Glaubenssystem der Gruppe nicht nur intakt, sondern wurde sogar noch stärker.

Dies hat enge Parallelen zu den heutigen Klima-Alarmisten, die das Ende der Welt, wie wir sie kennen, in zehn Jahren vorhergesagt und diese Prophezeiung mit jedem verstreichenden Jahrzehnt seit 1970 mit noch mehr Eifer erneuert haben. Die allgegenwärtige kulturelle und institutionelle Macht, die die Demokraten innehaben (Film, das Talkshow-Universum am Morgen, zu Mittag und im Spätabendprogramm, Fernsehnachrichtensendungen, große Zeitungen und Magazine etc.) stellt eine besonders mächtige Form von gesellschaftlicher Unterstützung dar. Wenn man in einer Position enormer institutioneller oder politischer Macht ist, dann wird man nicht nur von den Kollegen riesig bestätigt, die die eigenen Überzeugungen teilen, sondern sie in Frage zu stellen würde auch alles bedrohen, was einem teuer ist: Job, Ansehen, zukünftige Karriere und soziale Stellung. Festinger widmete dieser Rolle, die die Gesellschaft dabei spielt, die Dissonanz in Schach zu halten, besondere Aufmerksamkeit: „Je mehr Menschen eine Überzeugung mit einem teilen, desto größer das Maß des aufgebauten Einklangs und desto geringer die Dissonanz, auf die man stößt, wenn es eine Meinungsverschiedenheit gibt.“

Das Weltuntergangsparadigma, das von wahren Gläubigen am Earth Day 1970 eingeführt und von mehreren Generationen von demokratischen Führern von Gore über Obama bis zum gegenwärtigen „New Deal“ wiederholt wurde, entwickelt fortlaufend breitere Risse, so wie das Verhältnis der Widersprüche zur Wirklichkeit zunimmt. Die kognitive Dissonanz, die dadurch verursacht ist, daß man sich auf intellektuell so wackligem Boden befindet, stellt sicher, daß dieses Glaubenssystem vom Weltuntergang für die absehbare Zukunft intakt bleiben und mehr Verleugnung und dysfunktionales Denken produzieren wird, mehr hysterische Aufrufe und Kampagnen für die moralische Ausschließung von „Klimaleugnern“ und mehr verzweifelte Maßnahmen gegen sie.

Teil 1

Für Festingers Theorie siehe:

Festinger, L., Riecken, H. W., & Schachter, S. (1956). When Prophecy Fails. Minneapolis, MN: University of Minnesota Press.

Festinger, L. (1957). A Theory of Cognitive Dissonance. Stanford, CA: Stanford University Press.

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