Ein paar Klimadiagramme gegen die Klimapanik

Lesezeit: 6 Minuten

Zuerst erschienen auf morgenwacht am 8.10.2019 von Lucifex.

Neuerdings ist mir aufgefallen, daß von Systemsprachrohren, die Panik wegen der angeblichen „Klimakrise“ schüren, ein gewisser Klimageschichtsrevisionismus betrieben wird, den man auch „Relativierung“ oder „Leugnung“ früherer Warmperioden nennen könnte, um den gegenwärtigen Erwärmungstrend beispiellos und dramatisch erscheinen zu lassen.

Zum Beispiel wird für die mittelalterliche Warmzeit (auch „mittelalterliches Klimaoptimum“ genannt), die in früheren Publikationen wie „bild der wissenschaft“ oder „Spektrum der Wissenschaft“ (und wie ich mich zu erinnern glaube, auch auf Wikipedia) als eindeutig wärmer als heute dargestellt wurde, nun unter dem Wiki-Artikel „Mittelalterliche Klimaanomalie“ und auch in anderen Systemquellen behauptet, diese Warmperiode hätte hauptsächlich die Nordhalbkugel betroffen, während es anderswo auf der Welt kühler gewesen sei. Deshalb hätte die globale Temperaturentwicklung so ausgesehen wie auf diesem Diagramm aus Wikipedia:

Darin fällt auch auf, daß sogar das Klimaoptimum der Römerzeit gedämpft dargestellt wird, um den „Hockeyschläger“-Verlauf zu unserer heutigen Temperatur möglichst zu betonen. Wie die Klimadaten manipuliert bzw. selektiv ausgewählt wurden, um zu dieser Hockeyschläger-Kurve zu kommen, beschreibt Ferdinand Bardamu in seinem Essay Global Warming and the Leftist War on Western Industrial Society, Parts I and II, an dessen Anfang auch diese Grafik enthalten ist, die den Verlauf der sommerlichen Meeresoberflächentemperaturen vor Island in den letzten 2000 Jahren (ermittelt anhand von Ozeansedimentbohrkernen) darstellt:

Interessant ist der Vergleich mit diesem Diagramm aus dem von mir vorhin verlinkten Wiki-Artikel über die Römische Warmzeit, das die Veränderungen der Firngrenze in Westnorwegen seit dem Ende der Eiszeit darstellt und wo die wärmste Klimaphase in dieser Zeit, der Abschnitt vor 3000 bis 7000 Jahren, als die Firngrenze um 200 – 300 Meter höher lag als heute, noch als „Klimaoptimum“ bezeichnet wird – nicht als „Klimakrise“ oder „Klimakatastrophe“!

Daß dieses Klimaoptimum, das früher auch als „Hauptoptimum des Holozäns“ bezeichnet wurde, was man im Sinne des heutigen Klimapanikschürens vermeidet, nicht bloß auf die Nordhalbkugel beschränkt war, ist aus diesem Diagramm ersichtlich, das im Abschnitt „Altholozän“ des Wiki-Artikels über das Holozän enthalten ist und eine Rekonstruktion des Temperaturverlaufs auf der Erde in den letzten 12.000 Jahren bis 2004 zeigt (die gestrichelte Null-Linie stellt das Mittel in diesem Zeitraum dar):

Die Grafik über die Temperaturentwicklung in der Nacheiszeit gemäß grönländischen Eisbohrkernen (zu finden im Abschnitt „Overview“ des englischen Wiki-Artikels über das Holozän) läßt ebenfalls erkennen, daß es während es Großteils des Holozäns wärmer war als heute, ohne daß die Eisbären ausgestorben wären oder die Erde unbewohnbar geworden wäre:

Im Abschnitt „Climate“ aus demselben Wiki-Artikel gibt es dieses Diagramm über die Entwicklung der grönländischen Eisdeckentemperaturen, interpretiert nach dem Mengenverhältnis der Sauerstoffisotope 16O und 18O in sechs Eisbohrkernen:

Seit zehntausend Jahren ist die grönländische Eisdecke also immer wärmer gewesen als heute, und in den letzten acht Jahrtausenden hat es einen stetigen Abkühlungstrend gegeben. Und wenn wir klimageschichtlich noch viel weiter zurückschauen, über siebzig Millionen Jahre bis zum Ende der Kreidezeit, dann sehen wir auch über diesen Zeitraum einen Abkühlungstrend, der von einer globalen Durchschnittstemperatur um 26° C, unterbrochen durch Zwischenhochs mit einem Maximum von 28° C im Eozän, zu unserer heutigen globalen Durchschnittstemperatur von 14° C verlief. Vierzehn Grad! Was ist dagegen die vom IPCC an die Wand gemalte „Horrortemperatursteigerung“ um zwei Grad? A Lercherlschas, wie man in Österreich sagt.

Diagramm aus dem Buch „Die Erben der Saurier: Im Reich der Urzeit“ (Original: „Walking with Beasts“) von Tim Haines, Egmont vgs Verlangsgesellschaft Köln 2001, ISBN 3-222-12813-8, S. 14, zu dem es auch eine Fernsehdokumentation gab.

Zur besseren Lesbarkeit zitiere ich hier noch einmal den Text aus dem obigen Bild:

Vom Treibhaus zum Kühlhaus

Nach der Ära der Dinosaurier war die Erde einigen radikalen Veränderungen unterworfen, aus denen die Säugetiere jedoch gestärkt hervorgingen. Nach dem Massensterben am Ende der Kreidezeit stiegen die globalen Temperaturen im Eozän auf durchschnittlich 28 Grad und begünstigten damit die Ausbreitung tropischen Regenwalds auf allen Kontinenten. Die Isolierung der Antarktis setzte dann allerdings eine Kettenreaktion in Gang, durch die die Temperaturen rapide absanken. Die Wälder wurden lichter, es bildete sich Inlandseis und die Säugetiere wurden schneller und größer. Im Oligozän und fast im gesamten Miozän stiegen die Durchschnittstemperaturen immer wieder leicht an, bevor sie erneut signifikant abfielen. Mit zunehmender Kälte wurde das Klima auch trockener, sodass selbst in den Tropen die Regenwälder gefährdet waren. Schließlich mündete die Abkühlung der Erde in die Eiszeiten, charakterisiert durch das zyklische Vordringen und Zurückweichen der Eiskappen. Es ist diese kalte Welt, die wir heute als normal empfinden.

Während des 22 Millionen Jahre dauernden Eozäns war es so warm (6 Grad wärmer als im Paläozän), daß zum Beispiel in Deutschland Riesenschlangen, Schuppentiere und Krokodile lebten, wie anhand der Funde in der Grube Messel bei Darmstadt belegt ist, und Palmen sich bis nach Nordeuropa und Alaska ausbreiteten.

Über all diese Jahrmillionen, in denen es wärmer war als heute, blühte das Leben, und es bestand keine Gefahr, daß die Erde unbewohnbar wurde. Auch während der Warmperioden in der Römerzeit und im Mittelalter hatten die Menschen klimatisch ein gutes Leben, während ihre Lebensbedingungen sich in den Abkühlungsphasen (Völkerwanderungszeit, Kleine Eiszeit) verschlechterten.

Wenn die Systemsprachrohre also bei euch auf den Panikknopf drücken wollen, von wegen „ihr und/oder eure Kinder werdet wegen der Erderwärmung in zwanzig Jahren keine Zukunft mehr haben“ oder „es gibt keinen Planet B“ oder „Es muss JETZT etwas geschehen!“, dann drückt einfach auf die „Nope“-Taste. („Nope“ = „Nix da“)

Für diejenigen von euch, die die BBC-Serie „Die Erben der Saurier“ nicht kennen oder sie sich noch einmal ansehen möchten, habe ich hier die sechs Teile eingefügt (jeweils ca. 29 Minuten lang):

Teil 1 „Eine neue Zeit“ („Auf jedem Kontinent, von der Arktis bis zur Antarktis, wuchern tropische Regenwälder. In diesem Paradies stellen Meteoriten keine große Bedrohung mehr dar.“):

Teil 2 „Killerwale“:

Teil 3 „Im Land der Giganten“:

Teil 4 „Die Opfer schlagen zurück“:

Teil 5 „Kampf der Säbelzähne“:

Teil 6 „Ein Mammutunternehmen“ („Während der vergangenen 50 Millionen Jahre ist die Welt immer kühler geworden. Doch nun ist es zu einem Klimakollaps gekommen. Und wieder hatte er eine kosmische Ursache: Eine kleine Veränderung der Umlaufbahn hat die Erde weiter weg von der Sonne geführt. Eine Eiszeit ist angebrochen.“):

Und als Lesestoff zum Thema Klimawandel und Klimareligioten empfehle ich noch diese Beiträge:

Earth Day 2019, Teil 1: Fünfzig Jahre apokalyptische Klimaerwärmungs-Vorhersagen, und warum die Leute daran glauben, Teil 1 und Teil 2 von Dr. Peter Baggins

Klima-Gruppendenken von David Archibald

Climatology  Deep Roots

Verblaßte Erinnerung: Die „Jahrtausendflut“ von Heinz Horeis (aus „bild der wissenschaft“ 2-2003)

Wirbelstürme sind ganz normal aus „bild der wissenschaft“ 9-2007

Die Gretas von Manfred Kleine-Hartlage

Nemesis mit Alkoholschaden von B-Mashina

Global Warming and the Leftist War on Western Industrial Society, Parts I and II und Parts III-V von Ferdinand Bardamu

NACHTRAG: Angeregt durch den von Kommentator pasukarunosekai verlinkten Artikel „Fourteen is the New Fifteen“ auf American Thinker, in dem aufgezeigt wird, daß die Angabe der globalen Durchschnittstemperatur der Erde irgendwann in den 1990ern still von 15° C auf 14° C geändert wurde, habe ich jetzt als Belegbeispiel dafür den nachstehenden Scan der Seite 136 aus dem „Atlas des Sonnensystems“ (Patrick Moore et al. in Zusammenarbeit mit der Royal Astronomical Society, Original 1983, deutsch 1985, ISBN 3-451-19613-1) eingefügt, auf der die Erdatmosphäre beschrieben wird. Zur besseren Lesbarkeit gebe ich hier den zweiten Absatz aus der rechten Spalte wieder (fette Hervorhebung von mir):

Energieverluste der Oberfläche treten nicht nur durch Wärmestrahlung ein, sondern auch durch Verdampfung von Wasser und durch Wärmekonvektion. Ein beträchtlicher Teil der in den Raum emittierten Energie entspringt in der Atmosphäre, der Rest kommt direkt von der Oberfläche. Vom Weltraum aus gemessen, beträgt die effektive Temperatur der Erde 253 K, die mittlere Oberflächentemperatur ist aber 289 K; die Differenz ist auf die von der Atmosphäre emittierte Strahlung zurückzuführen.

289 Kelvin – das sind sogar +16° Celsius! Hier ist der Scan:

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