Kampf gegen rechts, alles ist erlaubt

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„Wer im Kampf gegen rechts die Parole „Keine Gewalt“ zitiert, lässt Neonazi-Opfer im Stich“ heißt es da frei heraus…lautete heute die 2 Überschrift des TAZ-Artikels von Lalon Sander

Aus dieser zweiten Überschrift und dem darauffolgenden Artikel, geht einen Suggestion hervor, nämlich, dass das staatliche Gewaltmonopol, so wird postuliert, im Kampf gegen “rechts” versagt hat, und im Zuge dessen, zur Selbstjustiz aufgerufen wird.

Wie anders, soll man das noch deuten?

„Das staatliche Gewaltmonopol hat Kamal K. damals nicht geholfen. Und wer angesichts der zahlreichen Gewaltaufrufe der AfD und anderer rechter Gruppen nur mit „Keine Gewalt“ und Justizgrundsätzen reagiert, verkennt, dass sich der Mörder von Kamal K. nicht um solche Grundsätze scherte und diese Gewalt gegen Menschen sehr wohl existiert.

Es ist zweifelsohne richtig, Gewalt ist real, und existiert in vielen Facetten, sie reicht von “der Wahlurne” bis zum “Mord” Das sog. Versagen des Staatsmonopols anzuklagen ist zum Teil angebracht. Denn das Sozialisieren seiner Bürger obliegt u.a. dem Staatsmonopol [Bildung: Kita, Schulen, usw], Gegenmaßnahmen die getroffen werden um jegliche Radikalisierungen zu verhindern, können nur soweit Fruchten, wie das Umfeld es auch zulässt. Neben den Staatlichen Bemühungen, sind in erster Linie die Familie und das Soziale Umfeld dafür zuständig. Dies ist soweit unstrittig. Das gerade hier, in der Familie, in dem näheren sozialem Umfeld so einiges schief laufen kann, und gewisse kausale Verkettungen zu gewissen unerwünscht Effekten führen, ist logisch!

Dass das ein tragischer Einzelfall ist, ist ebenfalls unstrittig. Opfer bleibt immer Opfer, die Wahl der Waffen ist nebensächlich, es ist ein sinnloser Tod, wie jeder! Sie, Lalon Sander argumentieren, …Das staatliche Gewaltmonopol hat Kamal K. damals nicht geholfen…, hier meine Frage an Sie: Wie hätte der Schutz, seitens des Staatsmonopols, um Kamal. K vor jeglicher Gewalt zu schützen, denn aussehen können/müssen. An was genau haben Sie da gedacht, evt. 24h Begleitschutz i.F.v. Personenschutz oder eine generelle Ausgangssperre für Nazis, rechtspolitischsten bzw. alle die unter dieses sog. Plastikwort fallen?

Vielleicht meinen Sie auch, man hätte sich diesem sog. braunen Pack einfach entledigen müssen, so wie man es im Kommunismus bzw. heute noch in Nordkorea: Kyo-hwa-so oder China: Pinyin, mit Hilfe der Umerziehungslager praktiziert. Kennen Sie dass etwa nicht, die Eichenholztischbein Methode, eines der beliebtesten Kommunistischen, islamischen und amerikanischen Methoden um Menschen zu um[zu]erziehen, Geständnisse zu formen oder zu erfinden, siehe auch der Deserteur aus der Roten Armee, namens Sylakow, 1937 bis 1938! Man Prügelt sie jeden Tag halb Tod, gibt Ihnen jedoch genug Eiweiß und Liebe damit Sie regenerieren und nicht Sterben. Das macht man solange bis sie die Geschichte, Ideologie, ect. glauben!

Also wie sieht Ihre Lösung für Nazis aus?

Es gibt sicher unzählige andere Geschichten wie die von Kamal K. Ich hebe seine hervor, weil sie meine hätte sein können. Als Kamal K. ermordet wurde, habe ich noch in Leipzig studiert und bin regelmäßig aus Berlin gependelt, um an Seminaren teilzunehmen. Ich hätte Kamal K. sein können, ein erstochenes Opfer vorm Hauptbahnhof. Als ich eines Tages in die Tram zu meiner Unterkunft stieg und ein großer bulliger Mann mich mit einem immer wiederkehrenden „Fidschi! Fidschi! Fidschi!“ verfolgte, dachte ich schon, es sei so weit. Aber er wollte nur einen Sticker der NPD an mein Fenster kleben… Ich habe mich damals innerlich auf meinen Tod durch Neonazis vorbereitet…

Mir kommen die Tränen, es ist Herz zereisend. Bravo, bravo die Suggestion ist ihnen Gelungen....Ich hätte Kamal K. sein können, ein erstochenes Opfer vorm Hauptbahnhof …auch ich, meine Töchter, meine Frau, meine Schwester, Mutter, meine Nachbaren hätte eines der 855.000 Opfer von Straftaten sein können, die sich seit 2015 gehäuft haben. Was wollen Sie mit…dachte ich schon, es sei so weit…Ich habe mich damals innerlich auf meinen Tod durch Neonazis vorbereitet…beim Leser erreichen, welche Emotion soll mit dem Bild “eines großen bulligen Mannes” assoziert werden?

Rechtsradikal + bulliger Mann = Mord, Brutalität, führt zu Angst

Ist dass die Wort – Bildassoziation die Sie uns versuchen zu vermitteln? Diktaturen sind ein Paradebeispiel für die Vergewaltigung der Sprache, schilderte eins George Orwell in seinem düsteren Roman 1984. Das Regime und seine Vasallen [Presse] verstümmeln die Gedanken in dem sie die Sprache vorgeben. Die Bevölkerung soll nichts formulieren, nicht einmal denken können, was das Regime in Frage stellen würde. Orwell nannte dies in seinem Roman “Neusprech”

Andrei Pleșu zitierte in [Macht und Ohnmacht der Sprache, In Jutta Limbacg, Katharina von Ruckteschell] eine Statistik zum Sprachgebrauch der sowjetischen Presse, um zu Belegen, wie massiv der Wortschatz zurückgestutzt war: Demnach verwendeten die Journalisten gerade einmal 1.500 von insgesamt 220.000 Wörtern der russischen Sprache, auch in der DDR war es ähnlich, Worte dienen der Macht zur Gedankenkontrolle.

Ich sehe nur eines, mit einer zynischen Konsequenz lässt das M-Regime seine Kriege vom Ministerium für Frieden planen und aufsässige Bürger [oppositionelle] im Ministerium für Liebe [noch nicht] foltern!  

Für andere mag „Keine Gewalt, niemals“ heute nach einer sinnvollen Position klingen. Meine ist es nicht. Kamal K. und der Neonazi aus der Tram waren auch nicht das erste Mal, dass ich mich konkret auf rechtsextreme Gewalt eingestellt habe. Schon deshalb ist „Keine Gewalt“ eine absurde Parole – ich musste mich immer wieder mit der Gewalt beschäftigen. Sie war immer da, zumindest als mögliches Schicksal.

Ich gebe Ihnen Recht, keine Gewalt, ist keine Option!

Alle Regierungen der Welt – linke, rechte oder wer weis noch was –
sind schon von ihrer humanen Natur her auf die Ausübung von Zwang ausgerichtet. Aber das müssen sie auch sein. Und wer das nicht begreift, der ist ein elender Heuchler. Insofern gebe ich Ihnen Recht!

Ordnung verlangt nun mal Gewalt

Eine Regel, die nicht letztendlich durch die Drohung legitimiert und durch Gewalt unterstützt wird, ist lediglich nur ein Vorschlag. Staaten stützen sich auf Gesetze, die wiederum von Personen durchgesetzt werden müssen, die bereit sind: Gewalt gegen jeden Gesetzesbrecher zu betreiben.

Jede Steuer, jede Regel, und jede Lizenzpflicht erfordern eine eskalierende Folge von Strafen, die letztendlich dazu führen muss, dass bewaffnete Staatsdiener zwangsweise Eigentum beschlagnahmen, Bürger sanktionieren oder inhaftieren und dass nicht durch durch finanzielle Sanktionen, sondern im Falle des Widerstandes gegen die Staatsgewalt, nötigenfalls mit bewaffneter Durchsetzung.

Aber nicht durch Sie!

Und dann schreiben Sie sowas

Screenshot: TAZ.DE

Es verbreitet sich virulent, das NAZI-Virus.

Mir und vermutlich auch den Antifas wäre es sicher lieber gewesen, sie hätten nicht zuschlagen müssen und dass der Staat, der sich seit seiner Gründung zumindest rhetorisch vom Faschismus abgrenzt, die Mittel gefunden hätte, Neonazi­strukturen selbst zu zerschlagen. Hätte Marcus E. am Leipziger Hauptbahnhof jemals auf den Ausruf „Keine Gewalt“ gehört? Wohl kaum, dafür war er schon zu verloren – doch Gewaltmonopol und Justiz haben ihn nicht unschädlich gemacht.

Was wäre geschehen, wenn er täglich nach seiner Knastentlassung von einer Antifa-Sportgruppe aufgesucht worden wäre? Wäre Kamal K. dann noch am Leben? Wäre es das wert gewesen, sein Leben gegen Marcus E.’s körperliche Unversehrtheit zu tauschen? Und kann Nothilfe präemptiv sein?

Damit disqualifizieren Sie sich in jeglicher Hinsicht selbst. Zweifelsohne ist es Undemokratisch, die eigene Meinung über alle anderen zu stellen und sich als moralischen Übermenschen zu präsentieren. Wer Gewalt sät, erntet jene! Der kategorische Imperativ sagt, das Handlungen nur dann gut sind, wenn sie nach solchen Maximen [Gesetzesmäßigkeiten] erfolgen, die verallgemeinerungsfähig sind. So gebietet der kategorische Imperativ, nur nach subjektiven Grundsätzen zu handeln, die verallgemeinerungsfähig sind. Ein subjektiver Grundsatz ist dann verallgemeinerungsfähig, wenn sich jeder andere ihn auch zueigen machen kann, ohne etwas zu wollen, was er nicht wollen kann. Ihr Aufruf zur Gewalt

Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43375817.html

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