Was werden sie tun, uns etwa alle töten?

Zurück nach Israel

© Historisches Museum, Nachlass Hauschild
Lesezeit: 5 Minuten

Dieser Artikel zeigt den ernst der Lage auf. Juden hatten schon immer ein Gespür für die Gefahr gehabt, das liegt einfach in Ihreren Genen. Viele wussten, wann es zeit wird zu gehen bzw. sich darauf vorzubereiten. Wenn Sie, geehrte Leser jemanden kennen, denn das betreffen könnte, seinen Sie bitte Lieb und schicken sie Ihm diesen Artikel, denn es kostet Sie nichts!

Ein Artikel von Yori Yanover, zuerst erschienen auf Jewishpress. Übersetzt von Nemesisblog. Der Verfasser des Artikels Yori Yanover arbeitet seit seinem 17. Lebensjahr als Journalist und Autor, bevor er sich für Ba’Machane Nachal bewarb und auch dort arbeitete. Seitdem arbeitete er für Israel Shelanu, die US-Ausgabe von Yedioth, JCN18.com, USAJewish.com, Lubavitch News Service, Arutz 7 (als DJ auf hoher See) und die Grand Street News. Er veröffentlichte Dancing and Crying , ein farbenfrohes und intimes Porträt der letzten zwei Jahre im Leben des verstorbenen Lubavitch Rebbe (auf Hebräisch) und zwei lustige Bücher auf Englisch: Die Kabbaliststochter: Ein Roman der praktischen messianischen Erlösung und Wie Würde Gott wirklich wählen .

Der Frosch im Topf

Wir sind alle Frösche, meine Brüder und Schwestern. Wenn die Temperatur um uns herum langsam steigt, passen wir uns dem bevorstehenden Untergang an und ignorieren ihn.

In dem Film von Stanley Kramer aus dem Jahr 1965, „Ship of Fools“, startete der 1933 von Mexiko nach Hamburg verlegte deutsche Matrose, einer der jüdischen Passagiere, Lowenthal, der zwangsweise mit anderen unerwünschten Personen wie einem Zwerg an einem Tisch sitzt und über das neue NS-Regime spricht, in dem Film äußer er unter anderem: „Deutschland war gut für die Juden und die Juden waren gut für Deutschland…. Wie auch immer, was werden sie tun, uns alle töten? “

Meine lieben Brüder und Schwestern in Amerika, Großbritannien und Frankreich, es ist meine unangenehme Aufgabe, Sie zu warnen: Irgendwann in absehbarer Zeit werden sie versuchen, uns alle zu töten.

Der Holocausts widersetzen sich definitionsgemäß der Vorstellungskraft. “Hier kann es unmöglich passieren”, ist wahrscheinlich die berüchtigste beruhigende Äußerung, die von Juden gesprochen wurde, seit der erste pharaonische Polizist die erste israelitische Hütte betrat und forderte, das neugeborene jüdische männliche Kind im Nil zu ertränken.

Ich habe fast 40 Jahre meines Erwachsenenlebens in New York City verbracht. Ich bin ein amerikanischer Bürger durch und durch, ich liebe Amerika, ich folge den Yankees und den Jets, die Rangers und die Knicks habe ich aufgegeben. Ich liebe die Lower East Side, wo ich als lokaler Reporter und Verleger jeden gekannt habe. Ich war Mitglied des legendären Harry S. Truman Democratic Clubs. Als ich mich entschloss nach Israel umzusiedeln um mich dort niederzulassen, hatte das nichts mit der Angst vor Antisemitismus zu tun. Es war eine rein wirtschaftlicher Entscheidung im Zuge der US-Wirtschaftskriese 2007/2008, und so beschlossen wir unser Glück in Israel zu versuchen.

Nur zehn Jahre später ist es leider nicht mehr die Wirtschaft. In den USA gibt es eine stark aufkeimende Koalition aus Intersektionalität von Antisemiten, zu der a.) die”weiße Aryans” [z.d. Arier], b.) Farrakhan [Louis Farrakhan ist US-amerikanischer Führer der afroamerikanischen religiös-politischen Bewegung Nation of Islam] und c.) die Al Sharpton Blacks sowie weitere radikalisierte Muslime und antizionistische Studentenverbindungen gehören.

Seit mindestens einem Jahrzehnt terrorisieren sie jüdische Studenten an mehreren namen haften Universitäten in ganz Amerika. Jetzt sehen wir die ersten blutigen Angriffe auf Synagogen. Dieser Trend wird nicht aufhören, er wird nur stärker werden.

Wie viele von Ihnen, so bin auch ich der Sohn eines Holocaust-Überlebenden, und ich habe am Knie meines Vaters, die bittere Lektionen eines Verrats durch ein Heimatland gelernt, das sich als nicht meines erwies.

Mein Vater ist in einer Kleinstadt außerhalb von Lodz in Zentralpolen aufgewachsen. Die Elite der Stadt waren die Juden und die deutschen Auswanderer – die Polen waren die Diener beider Gemeinschaften. Die jüdischen und deutschen Gemeinden waren miteinander eng verbunden und vereint durch ihr schreckliches Pidgin-Deutsch [Pidgin-Deutsch ist eine in den Jahren 1975 bis 1985 eingeführte irreführende Bezeichnung der Zweitsprache von Erwachsenen Migranten in Deutschland]. Mein Vater beschrieb seinen ersten Schock, als Kinder seines Alters, mit denen er zur Schule ging, mit denen er Fußball spielte, anfingen Hakenkreuz-Armbinden zu tragen.

Die Schrift war für alle sichtbar, zumindest seit 1933, als Adolf Hitler Kanzler wurde. Ab dann wurde Gewalt gegen Juden zur Normalität, polizeiliche Misshandlung und Brutalität waren stets allgegenwärtig, auch Doppelmoral gegen Juden, die späteren antisemitische Gesetze ebneten den Weg für die Massenexekution der deutschen Juden oder, wie es der Herr Lowenthal ausdrückte: “Was werden sie tun, uns etwa alle umbringen?”

Wir kannten alle die Froschfabel, die vom Kochenden Frosch. Es ist wissenschaftlich wiederlegt, weil Frösche nicht dumm sind. Aber es ist eine passende Metapher. Die Prämisse derer ist, dass, wenn ein Frosch plötzlich in kochendes Wasser gesetzt wird, er sofort herausspringt, aber wenn derselbe Frosch in Raumtemperaturwasser gegeben wird, und das dann sehr langsam zum Kochen gebracht wird, bleibt er sitzen und wird zu Tode gekocht.

Zur Veranschaulichung: Eine jüdisch-deutsche Frau, die ich einmal kannte, sie sidelte bereits in den 30er Jahren in Haifa kehrte eines Tages nach Deutschland zurück, um alle ihre Angehörigen vor dem bevorstehenden Holocaust zu warnen, sie flehte alle an entweder nach Palästina oder nach Israel zu fliehen.

Alle ihre angehörigen dankten ihr für ihre Besorgnis und versicherten ihr, dass diese Nazi-Krise bald der Vergangenheit angehören würde. Früher oder später würden die westlichen Demokratien Hitlers Phänomenen ein Ende setzen.

Am 1. September 1939 versammelte sich die Hälfte der jüdischen Gemeinde der Stadt meines Vaters, im Wohnzimmer meines Großvaters, um Radio zu hören. Die polnische stimme aus dem Radio schilderten die deutsche Invasion, und alle waren, so die Erinnerung meines Vaters, ausnahmslos sicher, dass dies endgültig Hitlers Ende war. Immerhin hatten zwei große europäische Reiche, Frankreich und England, gegenseitige Schutzabkommen mit der polnischen Regierung unterzeichnet – Hitler gewann denn Kampf gegen die Franzosen und Engländer….wir kennen den Ausgang

Wir sind alle Frösche, meine Brüder und Schwestern. Wenn die Temperatur um uns herum steigt, passen wir uns an.

Muslimische Mitglieder des Kongresses werfen uns offen vor, die Banken zu kontrollieren, von doppelter Loyalität – und sie werden niemandem mehr schaden, nicht einmal wir. Die meisten demokratischen Präsidentschaftskandidaten meiden die AIPAC-Konvention – und wir verstehen es, sie brauchen die schwarze Stimme. Die sozialen Netzwerke sind voll von Verschwörungstheorien darüber, wie wir, Juden, die Trade Towers niedergestreckt haben. Nazis marschieren in den Straße von Charlottesville, Virginia. Sie tragen Fackeln und brüllen: “Juden werden uns nicht ersetzen” und “Blut und Boden“, und es geschieht wieder, ohne das unserer Regierung etwas unternimmt. Im heutigen Deutschland würden sie übrigens ins Gefängnis geworfen werden.

Um ehrlich zu sein, erwarte ich nicht, dass ein einzelner jüdischer Amerikaner meinen Aufruf liest und zu dem Schluss kommt, dass in fünf oder weniger Jahren es sinn ergeben könnte die Koffer zu packen: Mein Rat, verkaufen Sie solange Sie können, und kommen Sie bitte nach Hause. Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass ich denselben Rat befolgt hätte. Es ist zu früh. Übrigens muss ich mein persönliches Interesse an einer großen jüdisch-amerikanischen Aliyah-Welle offenlegen: Ich glaube, dass Israel Sie braucht: Ihre demokratischen Werte, Ihre Aufgeschlossenheit, Ihre akademischen Leistungen, Ihr politisches Know-how, Ihren geschäftlichen Scharfsinn, Ihren Wohlstand – Ihre Kultur der Debatte, um Himmels willen, eine seltene Sache, die in der israelischen Gesellschaft zu finden ist. Wir brauchen Sie, wir brauchen neues.

Auch wenn ich Sie nicht sofort zum einpacken und gehen überreden kann – so bitte ich Sie zumindest, bauen Sie sich ein zweites Zuhause in Israel auf. Überdenken Sie es, die Temperatur in Amerika, Frankreich und Großbritannien steigt stetig an, verpassen Sie bitte nicht den Absprung aus dem Kessel!

Ich weiß, dass unser Finanzminister alles in seiner Macht stehende getan hat, um diese Art von Investitionen zu stoppen, denn, seien wir mal ehrlich, der Mann ist nicht der kleinste Schekel im Münzbeutel. Aber schließen Sie sich eine Versicherung gegen unvorhergesehene Holocausts ab und kaufen Sie ein Haus in Israel. Sie werden staunen, wie billig die Immobilien sein können, wenn Sie sich von Tel Aviv oder Raanana fernhalten. Sie können immer Urlaub machen und Ihre Kinder mit dem Heimatland vertraut machen. Sie können sie irgendwann verkaufen (ich meine das zweite Zuhause, nicht die Kinder…lach), sollten sich die Zeichen als falsch erweisen.

Aber ich möchte, dass Sie bereit sind, nicht weil ich erwarte, dass Sie in das Heimatland fliehen. Nein, ich möchte nur dass Sie den bevorstehenden zweiten Holocaust ernst nehmen, weil ich Sie liebe und Sie bewundere, und wir sind alle Froschköpfe aus dem selben Teich.


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